Notiz an mich selbst: Was ich in einem Blog-Artikel nicht so oft schreiben sollte: “heute kommt sicher noch was“, Fortsetzung “folgt in Kürze…“. Ich kann die Versprechen ja eh nicht einhalten.
Good Morning, BarCamp! Wir sind da, aber es ist noch zu. Später: Agenda checken, frühstücken, Polizei-Session.
Was muss ich dazu noch schreiben? Die von Guido Karl geleitete best-besuchte Session des BarCamps gilt mittlerweile als legendär. Es wurde u.a. diskutiert ob Second Life eine Polizeistation braucht oder der Firefox eine Blaulicht-Extension zur schnellen Übermittlung gesetzeswidriger Web-Inhalte. Doch so lustig es klingt, so ernst war das Thema. Gerade nach den Ereignissen von Emsdetten schien das Bedürfnis über Opferschutz und den Umgang mit zweifelhaften Web-Inhalten zu diskutieren enorm hoch. Mit Ibo von sevenload war zudem jemand vor Ort, der darüber informieren konnte, wie häufig er mit illegalen Inhalten hantieren muss. Und er ist nach eigener Aussagen froh darüber, dass die von Schülern gedrehten Videos aus Emsdetten nicht bei sevenload landeten. Die volle Session wird es als Video- und Audio-Download ebenfalls bald im Wiki geben. Wer darauf nicht warten kann, sollte sich Guidos Blog K11 anschauen, das kurz nach dem BarCamp startete.
Im Anschluss erklärten fukami und BeF Grundsätzliches zu Anonymität und anonymen Publizieren im Internet und dass es in Zukunft als Luxus gehandelt würde. “Für seine Anonymität im Internet wird man irgendwann Geld bezahlen.” Wir werden sehen. Frühestens auf dem kommenden 23c3, denn dort wird das Thema von anderen Referenten weiter behandelt.
Der zweite BarCamp-Tag wurde schließlich mit der Neuauflage der Social Networking Session vom Vortag abgerundet. Aufgrund des hohen Interesses, diskutierte “Mr. Social Network” Oliver Ueberholz in einer weiteren Runde mit einigen XINGern, Friendstern und einer Person, die tatsächlich in keinem Netzwerk angemeldet ist, über den persönlichen Nutzen seiner Accounts, den Unterschied 1.0-Community vs. 2.0-Social Network und - selbstverständlich - über die Entwicklungen im asiatischen Raum. Wer in dieses Thema einsteigen möchte, sollte sich unbedingt Olivers Weblog anschauen.
Und mit diesem Erfahrungsaustausch schloss das BarCamp Cologne 2006 für mich seine Pforten. Es war der Web-Höhepunkt meines Jahres: Die inspirierende Atmosphäre, der interessierte Wissensaustausch und vor allem die persönliche Begegnung und Knüpfung neuer Kontakte schufen eine besondere Motivation weiter im Bereich des Web 2.0 zu entwickeln; und auch bei der Organisation der nächsten Camps mitzuwirken.
Vielen Dank an Kai und Jan für die Fotos! Es gelten die jeweiligen Creative Commons-Lizenzen.










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