faces

In einem Wahlpflichtfach zur Modellierung in audio-visuellen Medienprojekten sponnen wir kürzlich die Projektidee einer Software, die durch einen Pool an Porträtfotos trainiert, Gesichter auf sämtlichen Fotos eines Computers erkennt und die Dateien den Personen des Adressbuches zuordnen kann. Nie mehr neue Fotos taggen! Doch wurde uns nach kurzer Überlegung klar, dass allein die Umsetzung der Erkennung, ob auf einem Foto ein Gesicht oder irgendetwas anderes abgebildet ist, den Umfang des Projekts sprengen würde.

Anscheinend hatten die Entwickler bei Google ein bisschen mehr Zeit (und Domänenwissen…) und implementierten diese Funktion kürzlich - undokumentiert und ohne besonders darauf hinzuweisen - in die Google-Bildersuche. Hängt man an den URL der Ergebnisseite den Zusatz &imgtype=face werden nur noch Bilder angezeigt auf denen Gesichter abgebildet sind (Paris vs. Paris).
Zwar kann Google weder nach Bierflaschen noch nach peinlichen Partyfotos suchen, auf denen man den Chef immitiert (noch nicht!), jedoch dürfte auch die aktuelle Weiterentwicklung der Bildersuche Grund genug dazu geben, die Veröffentlichung privater Fotos ein weiteres Mal zu überdenken. Denn meiner Ansicht nach können viele Internet-Benutzer die zukünftigen Nutzungsarten ihrer veröffentlichten Informationen nicht abschätzen.

Als weitere Möglichkeit lässt sich im URL &imgtype=news verwenden, dann werden entsprechend nur noch Bilder aus News-Beiträgen angezeigt - die Ergebnisse sind allerdings etwas weniger befriedigend (imho).

Foto: photo strip (cc-by) d&e.

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